Über den Tod zwischen Angst und Faszination – im Gespräch mit Dr. Anja Kretschmer

Ein Text von Paul Iancu

Die vier Tage des Festivals (vom 2. bis zum 5. Juni 2017) bedeuteten genauso viele Veranstaltungen, die im Südfriedhof stattfanden. Frau Dr. Anja Kretschmer lud die Teilnehmer von Wave-Gotik-Treffen ein, zusammen in das fantastische Universum des Todes einzutauchen, indem sie die Bräuche und Aberglaube Deutschlands im allgemein und insbesondere des Sachsens vorgestellt.

Die Veranstalterin fügte den zwei Teilen ihres Projekts „Friedhofsgeflüster” noch zwei Themen hinzu: eine Lesung „Vom Scheintod und anderen Merkwürdigkeiten” und die Führung „Sagenhafter Tod in Sachsen – Sagengeschichten rund um die Mysterien des Todes“. Obgleich am Montag (am letzten Tag des Festivals) geregnet hat und der Spaziergang durch den Parkfriedhof zu einem Umweg um die Große Trauerhalle herum wurde, kamen mehr Menschen als nie zuvor. Nur am Ende der Führung, als es nicht mehr regnete, wurde das merkbar: das Gefolge streckte sich die Allee entlang. Als die Hörerschaft vor die Sprecherin sammelte und als das letzte Wort letzter Geschichte ausgesprochen wurde, wurden die Glocken im Turm der Kapellenanlage zum Klingen gebracht, zum Erstaunen des Publikum, das anfing, lachend zu klatschen.

Der Sitte der Führung zufolge endete Anja Kretschmer die Veranstaltung, indem sie die Teilnehmer warnte, das jeder ein bisschen Salz über die Schultern werfen sollte – es sei möglich, sagte die Veranstalterin, dass ein Gespenster versucht, auf die Lebenden aufzuhängen. „Nehmen Sie aber Rücksicht, um es nicht in die Augen Ihrer Begleiter zu werfen”, scherzte sie, bevor die Zuschauer je ein Fläschchen mit „magischem Pulver” bekamen. Und es gab Leute, die das Ritual erledigten – aus Aberglaube oder aus Spaß. Manche kehrten sogar zu den Pforten des Friedhofs wieder, um das zu tun. Nach dem Ende der Führung sprachen wir mit der promovierten Kunsthistorikerin über die Vielfältigkeit des Todes und über den Verlauf der Mentalität während letzter Jahrhunderten (das Interview ist hier auf Rumänisch zu lesen).

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