Ein schwedischer Winterabend Traum

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Ein Text von Paul Iancu
Es ist mir ziemlich schwer nur ein Erlebnis zu wählen, weil ich viele solche Erfahrungen erlebte. Sollte ich vielleicht über mein erstes Interview schreiben, als ich mit meinem Lieblingssänger sprach, oder über mein letztes Interview, als meine Lieblingsschriftstellerin auf meine Fragen so poetisch antwortete? Sollte ich Johan Edlund oder Isabella Santacroce auswählen? Gehirn oder Gefühle?

Immer wenn ich mich in solcher Zwangslage befinde, finde ich einen dritten Ausweg. Deshalb werde ich über ein anderes Interview schreiben: meinen schwedischen Winterabend Traum. Ich nannte dieses Erlebnis so, weil es – auch jetzt, nach sieben Jahren – so irreal scheint.

Bevor Therion in Bukarest aufführte, stellte ich dem Bandleader mehrere Fragen, um einen Artikel zu publizieren. Aber ich wollte mehr – übrigens, ich will immer mehr. Deshalb dachte ich, dass ein Interview mit Thomas Karlsson, der ab dem Jahr 1996 fast alle Texte der Lieder von Therion schrieb, der nächste Schritt wäre. Darum fragte ich die rumänische Veranstalter des Konzerts, ob sie mir die E-mail Addresse oder die Telefonnummer von Thomas Karlsson geben konnten, weil ich nach Schweden fahren wollte, um ein Festival zu besuchen, und ich wollte mich auch mit diesem Mann treffen. Leider war es unmöglich: ob sie nicht konnten, oder sie nicht wollten, zählt es nicht mehr.

Als das Festival vorbei war, blieb ich in Stockholm mit meiner Frau für noch eine Woche, um auch die Stadt zu besichtigen. An einem Montagabend kamen wir in einen Buchladen herein, aber was für ein Buchladen war der… In den Regale standen Bücher über Philosophie, Religion, Religionsgeschichte, Okkultismus und so weiter. Ich fühlte mich so, als ob ich in Aladins Höhle hereingekommen wäre! Ich nahm ungefähr zehn Bücher – darunter auch eins von Thomas Karlsson – und ich wollte bezahlen.

Als der Verkäufer meinen kleinen Schatz sah, machte er große Augen: „Wie kommt´s, dass Sie die Werke von Thomas Karlsson kennen?”, fragte er mich. Ich erzählte dem Mann die ganze Geschichte über das Interview und über meine Enttäuschung, es nicht führen zu können. „Warten Sie einen Moment, bitte”, sagte er, und rief jemanden an. „Wie unhöflich, mit jemandem zu telefonieren, wenn ein Kunde wartet, um seine Einkäufe zu bezahlen”, dachte ich. In der Mitte seines Gesprächs sah er uns an, und fragte uns, wann genau wir nach Bukarest abfahren sollten. „Am Donnerstag”, antwortete ich, obwohl ich noch erstaunt war. Und er telefonierte weiter!

„Haben Sie am Mittwochabend Zeit?”, wollte er wissen. „Ja, aber warum?”, sagte ich. „Sie möchten sich noch mit Thomas Karlsson treffen, oder? Er könnte am Mittwoch um 5 Uhr hierher kommen, passt das Ihnen?” Wir waren echt sprachlos! „J-j-ja!”, versuchte ich, etwas zu sagen. Mit den Büchern in unserer Tüte, kehrten wir ins Hotelzimmer zurück. „Du, du musst dich bis Mittwoch erholen!”, sagte ich meiner Frau, ohne zu denken, wie albern es klingelte.

Mit seinem Rücksack und den Strassenkleidung, sah Thomas Karlsson nicht aus, wie wir uns ihn vorstellen. Wir gingen in ein Kaffeehaus, wo er nur einen Tee trinken wollte. Als er begann zu sprechen, erkannten wir trotzdem den Professor wieder. Crowley, Castaneda und (vor allen) Eliade, Musik, Philosophie – wir sprachen fast eine Stunde über alles, wofür wir uns interessierten.

Das Interview kann man HIER lesen.

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